GIN 42929 in der neuen ENGELBERT-Sonderausgabe „Echt.Lecker.“


Die neue Ausgabe von ENGELBERT. ECHT. LECKER. steht ganz im Zeichen des Genusses und präsentiert spannende Geschichten rund um regionale Kulinarik, außergewöhnliche Manufakturen und echte Genussmacher aus dem Bergischen Land. Neben Sternekoch Nelson Müller wird auch unser GIN 42929 vorgestellt – als Beispiel für handgemachte Qualität und Leidenschaft aus der Region.

Am Ende ergibt alles Gin

Es begann mit einer „Schnapsidee“: Frank Mosebach und Kai Pioch
aus Wermelskirchen wollten ihre eigene kleine Gin-Destille aufbauen.
Heute steht ihr „GIN 42929“ in 35 Supermärkten.

Zu Hause im Regal steht eine kleine Destille – mit allem Drum und Dran. „Damit haben wir unser erstes Rezept ausprobiert“, erzählt Kai Pioch und deutet auf den kleinen Kessel. „Damit hat alles begonnen.“ Ein bisschen Kirsche, echte Rosenblüten, Orange, Wacholderbeeren natürlich, reiner Alkohol und ein paar Geheimnisse: „Wir haben rumprobiert, bis es uns geschmeckt hat“, sagt Pioch. Ein Jahr später stehen die edlen Flaschen mit dem echten „Gin 42929“ in Supermärkten und Restaurants und erzählen eine Erfolgsgeschichte „Made im Bergischen Land“. „Eigentlich war es eine Schnapsidee“, sagt Frank Mosebach und erzählt von einem Männerabend, an dem der Gin die Runde machte. „Wir wollten etwas, was uns wirklich schmeckt und man sofort trinken kann“, erzählt der Wermelskirchener. Und schon war die „Schnapsidee“, die wörtlicher zu nehmen ist als in den meisten anderen Fällen, geboren. Von der heiteren Männerrunde blieben Frank Mosebach und Kai Pioch schließlich übrig: „Wir hatten eigentlich keine Ahnung, aber eine Idee“, sagen die beiden unisono. Und dann begannen sie auszuprobieren. Von Anfang an legten die beiden dabei großen Wert darauf, mit ihrem Produkt Heimatgefühle zu transportieren. Die Möglichkeit, ihr edles Tröpfchen in einer Miet-Destille in Süddeutschland zu brennen und am Ende das eigene Etikett darauf zu kleben, schlugen sie aus. „Wir wollten ein Produkt, das hier entsteht und nach Bergischem Land schmeckt“, sagt Kai Pioch. Deswegen kam die kleine Destille ins Spiel, dazu bergisches Quellwasser, diverse Produkte aus der Region. Als das Rezept stand, bauten die beiden eine kleine Brennerei auf und trafen Entscheidungen: „Wir haben uns viel Zeit gelassen, um die richtige Flasche, den richtigen Namen und das richtige Etikett zu finden“, sagt Pioch.

42,9 Prozent als Hommage an die Heimatstadt
Das Ergebnis trägt die deutliche Handschrift der beiden eingefleischten Wermelskirchener: Der Gin hat genau 42,9 Prozent Alkohol – eine Hommage an die Postleitzahl ihrer Heimatstadt. Ihrem Gin haben sie den Namen „Gin 42929“ gegeben und auch damit die Verbundenheit zu Wermelskirchen einmal mehr klargestellt. In Flasche und Etikett investierten die beiden ein bisschen mehr, weil es ihnen die Sache wert ist. Dann nahmen sie Verhandlungen mit Märkten, Restaurants und Bars auf. Aktuell ist der „Gin 42929“ an 35 Standorten zu finden. Tendenz steigend. „Das alles läuft neben unseren Jobs“, betonen die beiden Familienväter. Kai Pioch ist Mediengestalter und hat eine Werbeagentur. Frank Mosebach ist Anwendungstechniker und findet Lösungen für Knöpfe. Und in ihrer Freizeit brennen sie eben Gin. „Wir sind uns in 98 Prozent aller Entscheidungen völlig einig, noch bevor wir darüber gesprochen haben. Das passt einfach“, erzählen die beiden Männer.

Gin für kulinarische Partner
Auch die Entscheidung, ihren Gin kulinarischen Partnern anzubieten, fällten sie einstimmig. Erst machten sie sich auf die Suche nach einer echten bergischen Metzgerei mit eigener Schlachtung und wurden bei Familie Sachser fündig: Seitdem gibt es die Gin-Wurst – eine kaltgeräucherte Mettwurst mit „Gin 42929“. „Nichts für Kinder und Schwangere: Wenn man drei davon gegessen hat, sollte man kein Auto mehr fahren“, sagt Kai Pioch. Dann riefen die beiden bei Thomas Wild an, um einen zweiten bergischen Traditionsbetrieb mit Lust auf Kreativität ins Boot zu holen: Der Konditormeister aus Wermelskirchen entwarf eine Gin-Praline. „Und wir freuen uns, dass sie sehr erfolgreich ist“, sagt Frank Mosebach. Die beiden sind begeistert von den echten bergischen Kooperationen. „Aber jetzt widmen wir uns erst mal wieder dem Gin“, sagt Kai Pioch. Auf dem Krammarkt zur Kirmes stellten sie ihre erste 200-Milliliter-Flasche vor – etwas kleiner als das erste Modell. Und pünktlich zur kalten Jahreszeit bringen sie einen Winter-Gin raus – in limitierter Edition, nur 250 Flaschen gehen in den Verkauf. Das Rezept dafür haben sie auch dieses Mal mit ihrer kleinen Destille aus den Anfangszeiten ausprobiert – und es schließlich für gut befunden.

Theresa Demski (ENGELBERT)